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Stopfbuchspackungen

Stopfbuchs-Packungen dienen zur Abdichtung sich axial oder radial bewegender Wellen. Sie dichten z.B. Wellen von Kreiselpumpen, Kolbenpumpen, Ventilen und Mischern ab. Dazu wird die Packung in eine Stopfbuchse gelegt und mit Hilfe der Stopfbuchsbrille verpresst.

Worauf ist bei der Auswahl der richtigen Packung zu achten:

Zusammensetzung des Mediums (pH-Wert, Gas, Flüssigkeit, Feststoffanteile, kristallisierend...)

Druck, einschließlich Druckspitzen

Temperatur des Mediums (Reibungswärme berücksichtigen)

Gleitgeschwindigkeit.


Wie baut man die Packunsringe richtig ein:

Die Ringe einzeln mit den Schnittenden voraus um ca. 60° bis 90° Grad versetzt in die Stopfbuchse einsetzen.

Jeder einzelne Ring muss auf den Grund des Stopfbuchsraums gedrückt werden.

Ist zusätzlich ein Laternenring eingesetzt, so sollte darauf geachtet werden, dass dessen Lage axial fixiert und zum Anschluss gerichtet ist.

Die Brille (Brillenmutter) wird unter leichtem Drehen der Welle schrittweise von Hand angezogen. Brillenmuttern gleichmäßig anziehen.

Vor dem Anfahren löst man die Muttern wieder und dreht sie nur mit den Fingern gegen die Brille fest.

Während des Anfahrens der Anlage wird die Brillenspannung bis zum Erreichen der gewünschten Dichtwirkung bzw. der erlaubten Leckage erhöht.

Für Pumpen ist zur Kühlung bzw. Schmierung eine minimale Leckage notwendig.


Anwendungsgebiete:
In den verschiedensten Industriezweigen wie Kraftwerke, Papierindustrie, chemische-, petrochemische- und pharmazeutische Industrie u.v.m.




Stopfbuchsenpackungen
Wie Stopfbuchspackungen funktionieren

Die Standzeit von Stopfbuchspackungen in Pumpen, und anderen rotierenden oder oszillierenden Anwendungen hängt stark vom Flüssigkeitsfilm und dem Schmiermittel ab, die sich zwischen den sich bewegenden Teilen und der Packung befinden. Die Ursache dieses Schmierfilms sind in Packungen enthaltene Schmiermittel (flüssige, feste oder Kombinationen daraus), die Leckage des Mediums oder eine externe Schmiermittelver¬sorgung.
Beim Anfahren der Geräte werden bedingt durch die Brillenpressung Schmiermittel freigesetzt, die eine Anfangsschmierung und Abdichtung gewährleisten. Während der Anfahrphase verhindern diese Schmiermittel einen Trockenlauf bis sich der normale Betriebszustand einstellt. Allmählich übernehmen durch das Einstellen des Brillendrucks das gepumpte Medium oder andere externe Schmiermittel die Funktion des flüssi¬gen Schmierfilmes. Der Stopfbuchsbrillendruck wird reguliert, um eine optimale Schmierung der Dichtung zu garantieren und ein Überhitzen, sowie sich daraus ergebenden Schäden an Welle oder Spindeln, zu verhindern. Schmiermittel die allmählich während des Betriebes verloren gehen, werden durch weiteres Nachstellen der Stopfbuchsbrille kompensiert. Wenn der Volumenverlust von imprägnierten Packungen in etwa dem ursprünglichen Anteil an Imprägnierung entspricht, ist die Wirksamkeit der Dichtung verloren, und sie muss ersetzt werden. Imprägnierungen haben auch die wichtige Aufgabe ein Diffundieren des gepumpten Mediums durch den Querschnitt der Dichtungsringe zu verhindern. Stopfbuch¬spackungen, welche in Ventilen verwendet werden, die langsam oder selten bewegt werden oder die rein statische Funktionen haben, müssen leckagefrei abdichten. Es müssen verschiedene Imprägnierungen verwendet werden, um dieser Funktionalität gerecht zu werden. Einige Dichtun¬gen sind mit stabilen und gut haftenden Imprägnierungen für Betriebsbedingungen mit extremen Drücken und Temperaturen versehen.


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